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Little Help from my funds - verhaltener Jahresauftakt für Spezialfondsmarkt

Eintrag vom 02.07.2026

Nach einem ordentlichen Start im Januar und Februar ist das Nettomittelaufkommen in Spezialfonds im März mit rund 280 Millionen Euro fast zum Erliegen gekommen. Insgesamt summiert sich das Nettoneugeschäft in Spezialfonds im ersten Quartal 2026 auf 8,3 Milliarden Euro, was ein vergleichsweise geringer Quartalswert ist. Der Durchschnitt des Nettomittelaufkommens der letzten fünf Jahre pro Quartal liegt bei knapp 17 Milliarden Euro, insofern ist der Jahresauftakt des Nettoneugeschäfts in Spezialfonds sehr verhalten. "Das 1. Quartal ist erfahrungsgemäß immer schwächer als die Folgequartale. Dieses Jahr ist noch ganz viel Luft nach oben." kommentiert Clemens Schuerhoff, Vorstand bei Kommalpha.
In der Rangliste des Nettomittelaufkommens auf Ebene der Investorenkategorien liegt im ersten Quartal eine Kundengruppe vorn, die in Sachen Nettoneugeschäft in Spezialfonds sehr selten ganz oben auf dem Treppchen steht. Corporates dotierten im ersten Quartal 2026 in Summe 4,3 Milliarden Euro netto in ihre Spezialfondsmandate, was Platz 1 im Ranking bedeutet. Silber geht an Sozialversicherungen & öffentliche/kirchliche Zusatzversorgungseinrichtungen und Kreditinstitute, die im ersten Quartal fast gleichauf rund 2,1 Milliarden Nettomittelaufkommen in Spezialfonds aufweisen. Der undankbare 4. Platz geht an Versicherungen mit 1,6 Milliarden Euro, gefolgt von den sonstigen Investoren mit 1,2 Milliarden Euro. Altersvorsorgeeinrichtungen als größte Investorengruppe im Spezialfondsmarkt dümpeln mit einem Nettomittelaufkommen in Höhe von 708 Millionen Euro dahinter auf Platz 6. Private Organisationen ohne Erwerbszweck sind die einzige Investorenkategorie, die ein negatives Nettomittelaufkommen im ersten Quartal 2026 verzeichnet. Sie zogen im ersten Quartal 2026 knapp 3,7 Milliarden Euro netto aus ihren Spezialfondsmandaten ab. "Insgesamt ein vergleichbar ungewohntes Ranking mit recht kleinen Zahlen, sehen wir mal von Corporates ab. Wir sind gespannt, ob das Nettoneugeschäft der Folgequartale die großen Investorenkategorien wieder nach oben trägt." so Clemens Schuerhoff.
Das geringe Niveau der Cashflows in Spezialfonds des ersten Quartals 2026 findet sich naturgemäß auch auf Ebene der Fondskategorien wieder. Hinsichtlich des Nettoneugeschäfts liegen Rentenspezialfonds mit beachtlichen 5,6 Milliarden Euro weit vorn, getrieben von starken Nettomittelzuflüssen im März 2026. Sonstige Spezialfonds sammelten im ersten Quartal 2026 in Summe 2,4 Milliarden Euro ein, gefolgt von Dachspezialfonds mit 1,5 Milliarden Euro und Immobilienspezialfonds mit 1,3 Milliarden Euro. Bei Aktienspezialfonds war das erste Quartal im Hinblick auf das Nettoneugeschäft fast ein Nullsummenspiel. Sie weisen in Summe ein negatives Nettomittelaufkommen in Höhe von 100 Millionen Euro auf. Die rote Laterne haben gemischte Wertpapierspezialfonds, und zwar mit weitem Abstand. Sie verzeichneten mit in Summe 2,5 Milliarden Euro Nettomittelabflüssen das mit Abstand schlechteste Ergebnis von allen Spezialfondskategorien im ersten Quartal 2026. Das ist der schlechteste Quartalswert des Nettoneugeschäfts von gemischten Wertpapierspezialfonds in den letzten Jahren.
Das Beratungsunternehmen Kommalpha hat mit der Publikation "Spezialfondsmarkt Quarterly" ein Format entwickelt, welches die Netto- und Bruttocashflows sowie ausgewählte Strukturmerkmale des deutschen Spezialfondsmarktes pro Quartal tiefgehend analysiert. Dies erfolgt auf Basis von Daten der Deutschen Bundesbank. 
Die frisch veröffentlichte Ausgabe 23 basiert auf dem Datenstichtag 31. März 2026.
Zusätzlich zu den hier skizzierten Sachverhalten bewerten Experten im Rahmen eines Thesenpanels die Neuerung durch das Fondsrisikobegrenzungsgesetz, wodurch Spezialfonds direkt Kredite vergeben dürfen. Die Titelstory widmet sich strategischen Investitionsmustern der drei größten Investorenkategorien auf Ebene der Spezialfondskategorien.
Alle Ausgaben sind kostenfrei auf www.kommalpha.com erhältlich und werden von 
BNP Paribas, DekaBank, DZ BANK und LBBW Asset Management unterstützt und begleitet.

 
 
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